Futtermittelkontrollen (Plauderei)
Hallo Lothar,
es ist wie im Strasenverkehr mit der Polizei! Genug Vorgaben, Regeln und Gesetze sind da, aber wenn nicht genügend Personal da ist um das zu kontrollieren öffnen sich Türen für Kriminelle Subjekte.
Die Futtermittelüberwachung kann und darf jederzeit einen Betrieb kontrollieren. Die müssen sich nicht mal anmelden. Die haben das Recht jeden Teil des Betriebes zu jeder Tages und Nachtzeit alleine zu betreten.
Weiterhin hat jeder halbwegs vernünftige Betrieb ein eigenes Labor. Von jeder Futtercharge werden Proben gezogen, die z.T. mehrere Jahre aufbewahrt werden müssen.
Läuft es aber kriminell über Subunternehmen ist auch die Kontrolle aussen vor. Man kann den jetzigen Fall mit Vormischungen bei einer Spedition (die keine Zulassung für das Mischen von Futtermitteln hat ) nur als kriminell bezeichnen.
Treffen tut es allerdings wie immer die kleinen am Ende der Kette. Der Landwirt der sich vielleicht nach Jahre- oder gar Jahrzehntelanger Zusammenarbeit auf seinen Futtermittellieferanten verlassen hat wird wegen der Profitgier einzelner in den Ruin getrieben.
Aber es wird wie immer sein, die Verbraucher die am lautesten nach mehr Überwachung, Kontrolle und besserer Qualität bei Lebensmitteln schreien werden die ersten sein die in den nächsten Discounter rennen, wenn das Kilo Schnitzel für 1,50€ im Angebot ist. Qualität fordern und bereit sein diese zu zahlen ist im Land von "Geiz ist Geil" schon traditionell ein Gegensatz.
LG
Oliver
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