KangooLogo
Aktuelles / News ] [ Forum ] [ Wiki ] [ Galerie ] Kleinanzeigen ]
Impressum ] [  Hilfe und Infos  ]


lange Zitate, lange Antwort Teil II (Plauderei)

tidi, (vor 3735 Tagen) @ tidi

Das Bleiberecht für Kriegsflüchtlinge ist zeitlich auf die Dauer des Krieges begrenzt. Die Darstellung nach außen, wir nehmen alle auf ins Wohlstandsparadies war falsch, ist falsch. Will man die "brauchbaren" Flüchtlinge abschöpfen und den Rest zurückschicken? Das verstehe ich unter humanitärer Katastrophe. Wer baut dann Syrien wieder auf? Die Ingenieure und Ärzte, die wir abgeworben haben?

Ja, auch hier müsste man fair sein - d.h. die Flüchtlinge normalverteilt akzeptieren - wer den Leistungsträger haben möchte, muss auch das andere Ende des Leistungsspektrums akzeptieren.

Das "Problem" der vermeintlichen zeitlichen Begrenzung hatte die BRD schon mit den Gastarbeitern aus den Wirtschaftswunderjahren. Die wollte man auch wieder nach Hause schicken, statt sie zu integrieren und hat dabei vergessen, dass sie mit fortschreitender Dauer Kinder bekommen, die dann eben in Deutschland sozialisiert werden und sich in den Heimatländern ihrer Eltern / Großeltern nicht heimisch fühlen.
Wie lange wird der Krieg in Syrien dauern? Die wirklichen Kriegsflüchtlinge kommen aus blanker Not, die Migranten (aka Wirtschaftsflüchtlinge) wollen einfach eine (bessere) Perspektive. Mangelnde Integration ist ursächlich für viele gesellschaftliche Probleme mit den Nachfahren der Einwanderer.

Also aufnehmen und versorgen im Rahmen der Möglichkeiten. Hotel gehört nicht dazu. Es ist und bleibt eine Ausnahmesituation, ein Anspruch auf was auch immer über Essen und Schlafen hinaus besteht nicht. Wobei ich nicht sagen möchte, dass es nichts weiter geben darf aber es muß schon so bleiben, dass freiwillig geleistet wird.

Das sehe ich anders - es sollte nicht nur ein Recht, es sollte meiner Meinung nach die Pflicht zur Integration geben - ansonsten müsste man die Menschen wirklich in Ghettos sperren und sich selbst überlassen, was katastrophale Folgen für die Gesellschaft hätte.
Wer lebt denn in (guten) Hotels? Es gibt hier einige Hotels und Gaststätten, die schon lange leerstehen und in denen ich weder als Gast noch dauerhaft wohnen möchte.
Aber Zeltstädte können keine Dauerlösung sein.

Dass der soziale Wohnungsbau seit langem vernachlässigt wird, ist aus meiner Sicht Konsens und nicht hinnehmbar.


Tausende werden hier bleiben, ist Realität. Es wird uns nicht grundsätzlich schaden, sicher auch irgendwie bereichern wobei ein Mangel an arabischer Kultur in Berlin nicht besteht. Die Parallelgesellschaft, die bereits existiert, wird gestärkt - mal sehen ob das auch gut ist. Die Integration wird bei einem Teil funktionieren und bei einem Teil nicht. Dieser hoffentlich kleinere Teil wird auf Jahrzehnte Probleme machen. Quellen? :Leben in Berlin.

Sag ich doch - verpflichtende Integration ist der einzige Weg, nicht das Abschieben in Ghettos.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion