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@Vec-Lothar; @Nico (Plauderei)

Hochdachracer, (vor 4703 Tagen) @ Nico

@Vec-Lothar ; @Nico : Die "Verarsche" besteht nicht in der Tatsache, daß Renault es nicht mehr für nötig hält, Lackstifte den Kunden zu bieten, sondern logischerweise
in der Begründung dafür !

Hier nochmal etwas, was ich ja extra schon im Eingangspost ausführte:

O-Ton Renault-Mitarbeiter aus dem Ersatzteillager : " Renault liefert keine Lackstifte mehr, weil auf Lacke auf Wasserbasis umgestellt wurde " - Das ist definitiv eine Haltung, die den Kunden (respektlos) für blöd hält - Der Kunde soll also lt. Renault glauben, es wäre unmöglich, einen solchen Lack in einen Lackstift zu füllen ... Wer es irgendwie technisch nicht für möglich hält: wie ich schon schrieb hat VW bereits 1991 (!) auf Lacke auf Wasserbasis umgestellt, und es gab trotzdem Lackstifte.

@Vec-Lothar : Es geht mitnichten um den popligen Lackstift, sondern um die Denke dahinter - Ghopper hat es sehr treffend analysiert, daß man nämlich als Bestandskunde nicht wichtig genommen wird; nur als Neukunde. Das der Bestandskunde von heute auch sehr wahrscheinlich der Neukunde von morgen sein wird, daran denkt man bei Renault nicht.
Und Lothar, wenn Renault genausoviel Verständnis für den Kunden aufbringen würde, wie du für die betriebswirtschaftliche Strategie von Renault, gäbe es solche Probleme
gar nicht - Es ist mir unerklärlich wie Jemand wie du, der bestimmt schon lange Auto fährt, Verständnis für Fehlentwicklungen aufbringen kann, die auf dem Rücken des Kunden ausgetragen werden
Mein erstes Auto war Anfang 1990 ein Golf 1 GTI, den ich restaurierte. Ich war täglich am Schalter des Ersatzteillagers. Zu der Zeit hat man selbstverständlich
auch den kleinsten Kunststoffclip sofort spontan bekommen - 4 Jahre später war es damit schon aus - Da fing dieses: "Die Lagerhaltung lohnt sich nicht" (angeblich !)-
Gequassel an.

Bitte komme mir jetzt keiner mit: "Das war ja auch im letzten Jahrtausend"
Heutzutage wird alles mit der sog. Globalisierung gerechtfertigt - Auch 1990 schon stand VW im globalen Wettbewerb mit vielen Autoherstellern.

Qualität der Produkte und bestmöglicher Service galten als selbstverständlich; man wollte dem Kunden was bieten.

Sogar Kinder wurden hofiert nach dem Motto : "Das sind die Kunden von Morgen"

Heute wird mieser Service immer mit "das geht nicht anders" - Sprüchen abgeblockt
Und damit soll man dann als Kunde zufrieden sein und tüchtig für fette Tausendersummen Neuwagen kaufen.

Ich verstehe sehr gut, daß einem der tolle Kangoo symphatisch ist und man ihn überzeugt fährt, aber muß man deswegen auch irgendwelche verfehlten Servicepolitik-Entscheidungen irgendwelcher Renault-Manager gut finden ?

Das es bei anderen Herstellern nicht besser ist, hilft nicht weiter.

Ich verstehe, daß man durchaus als popliger Einzelkunde ein gewisses Ohnmachtsgefühl ob solcher Entwicklungen verspüren kann und sich notgedrungen dieser Entwicklungen fügt - Ich verstehe aber nicht, daß man das noch irgendwie richtig findet und für Renault argumentiert

Mein Fazit : Der Kangoo ist toll aber die aktuellen Renault-Manager sind was füt die
Tonne

(Sorry an alle für den langen Text, aber das mußte mal gesagt werden und ging aucj irgendwie nich kürzer) *wein*


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