KangooLogo
Aktuelles / News ] [ Forum ] [ Wiki ] [ Galerie ] Kleinanzeigen ]
Impressum ] [  Hilfe und Infos  ]


Mein Beitrag zu 20 Jahren Mauerfall... (Plauderei)

Kangoomax, (vor 6019 Tagen)

Paderborn, den 09. November 2009


Zwanzig Jahre Mauerfall,
Invasion im Zweitaktknall
Schwalbe, fliege in den Westen,
Denn überall bist du am besten.

Schwing dein Blech, und blitz im Chrom
Nordsee, Alpen, Kölner Dom.
Wie man dir mischt’ dein eig’nes Blut,
So misch uns Deutschen eben gut.

Lass Schranken brechen, Grenzen fließen
Und Einheit uns von nun genießen.
Das Törichtsein muss endlich enden,
Lasst mit Fleisch und Blut uns wenden.

Nicht links, nicht rechts, das Manifest,
Auf, auf, Berlin, nach Budapest!
Der Vogel fliegt weit über allen
Sermonkranken Bürgerhallen

Und hört auf niemand’, als das Herz,
Nicht Planwirtschaft, auch nicht Kommerz.

Fällt die Mauer, auf dem Boden,
Schluss, an Grenzen Holz zu roden.
Reiß ein die Schranke, die dich teilt!
Freiheit, Recht und Einigkeit!

Bitte nicht auch hier noch...

Thomas, (vor 6019 Tagen) @ Kangoomax

Bitte nicht auch hier noch...
Überall ist von nichts anderm mehr die Rede als von "20 Jahren Mauerfall". Ich kann's nicht mehr sehen und hören... Das Ergebnis ist u.a., daß das vereinigte Deutschland wieder Krieg führt und der Sozialstaat brutal abgebaut worden ist. Also alles andere als ein uneingeschränkter Grund zum Feiern. Deutschland ist eben nur stückchen- oder scheibchenweise zu ertragen. Am besten gefiele mir eine Rückkehr zum nordeutschen Bund oder zum Zollverein.
Antinationale Grüße,
Thomas

Hier und jetzt

VEC-LOTHAR, (vor 6019 Tagen) @ Thomas

Am besten gefiele mir eine Rückkehr zum nordeutschen Bund oder zum Zollverein.


...weißt du eigentlich, was ein Pole für solche Äußerungen von dir mit dir machen würde, wenn er dich in die Finger bekommen würde?

[image]

damals...

maxi, (vor 6019 Tagen) @ VEC-LOTHAR

ja Heilix Blechle, da hatten wir noch einen König!!! :-D

damals...

VEC-LOTHAR, (vor 6019 Tagen) @ maxi

ja Heilix Blechle, da hatten wir noch einen König!!! :-D

...und wir gehörten zur Provinz Hannover:-D

damals...

Kangoofan, (vor 6018 Tagen) @ maxi

....war Baden noch Großherzogtum!!! Über Baden lacht die Sonne, über Schwaben die ganze Welt*biggrins* *biggrins* *biggrins*

liebe Grüßle ins Schwabenländle sendet der Jochen

Württemberg und Baden

maxi, (vor 6018 Tagen) @ Kangoofan

....war Baden noch Großherzogtum!!! Über Baden lacht die Sonne, über Schwaben die ganze Welt*biggrins* *biggrins* *biggrins*

Du wiederholst Dich ;-)

Außerdem: lacht man etwa deshalb über die braven Schwaben, weil sie sich an der Erblast des badischen Herzogtums nun auch noch beteiligen dürfen, wohingegen das Haus Württemberg geradezu vorbildlich wirtschaftet?
So hat eben jeder seinen Ost-West-Konflikt :-P

Schöne Grüße ins Markgräflerland :-D
maxi

Württemberg und Baden

Thomas, (vor 6018 Tagen) @ maxi

Ein Freund, der auch aus dem Markgräflerland stammt, pflegt zu sagen:
Es gibt Badische und Unsymbadische...wen er damit wohl meint?

Württemberg und Baden

maxi, (vor 6018 Tagen) @ Thomas

Ein Freund, der auch aus dem Markgräflerland stammt, pflegt zu sagen:
Es gibt Badische und Unsymbadische...wen er damit wohl meint?

Keine Ahnung! *cool*
(Du hast da einen Rechtschreibfehler...*zunge* )

Württemberg und Baden

URPES ⌂, Baienfurt, (vor 6018 Tagen) @ Thomas

Man darf aber auch die Badenser nicht vergessen. :-D

--
Kangoo 1.6 16V Privilège, Baujahr 2001, EZ XX.09.2002, 1598ccm, 70kW/95PS (verkauft, jetzt Dacia Dokker)

Württemberg und Baden

Kangoofan, (vor 6018 Tagen) @ maxi

Nicht umsonst bezeichnet man die Schwaben auch als die Schotten Deutschlands*grins*
Apropos Badener: Kennt ihr den Unterschied zwischen Badnern und Schwaben?
Badner denken und schaffen dann, bei den Schwaben ist's umgekehrt*biggrins* *biggrins* *biggrins*

Nettes Grüßle ins Schwabenland

Jochen

Zollverein

Thomas, (vor 6019 Tagen) @ VEC-LOTHAR

...weißt du eigentlich, was ein Pole für solche Äußerungen von dir mit dir machen würde, wenn er dich in die Finger bekommen würde?

Wo Du Recht hast, hast Du Recht. War nicht antipolnisch gemeint, nur antigroßdeutsch. Also doch nur Zollverein.

Zollverein

VEC-LOTHAR, (vor 6019 Tagen) @ Thomas

....auch nicht besser

[image]


Geschichte 6.....setzen!!!

Zollverein

Thomas, (vor 6018 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Ich weiß gar nicht, was Du willst. Der Zollverein war ein lockerer Zusammenschluß verschiedener deutscher Länder. Daß eines seiner Mitglieder Preußen war, ist eine ganz andere Baustelle. Damit hat doch niemand den preußischen Militarismus gerechtfertigt.

Zollverein

VEC-LOTHAR, (vor 6018 Tagen) @ Thomas

Ich weiß gar nicht, was Du willst. Der Zollverein war ein lockerer Zusammenschluß verschiedener deutscher Länder. Daß eines seiner Mitglieder Preußen war, ist eine ganz andere Baustelle. Damit hat doch niemand den preußischen Militarismus gerechtfertigt.

...wenn aber ein Deutscher wörtlich an der jetzt bestehenden Grenze wackelt, bekommt ein Pole rote Tücher vor den Augen...und genau das ist von mir gemeint.
Polen hat in den vergangenen Jahrhunderten sehr viel durchgemacht und so eine Äußerung wie deine darf kein Deutscher machen...und auch kein Russe. Versetze dich mal in die Haut eines Polen...die finden das überhaupt nicht lustig.
Genauso wie die Polen würden die Holländer oder die Franzosen reagieren, wenn du denen wörtlich die Grenze streitig machst.

Zollverein

Thomas, (vor 6018 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Lothar, nun hör doch mal auf, zu phantasieren und unsinnige Unterstellungen zu machen. Mich mit Revanchisten oder Vertriebenenverbänden in einen Topf zu werfen, ist doch wirklich absurd, und das weißt Du auch ganz genau. Ich bin der Letzte, der polnische oder russische Grenzen in Frage stellt. Du weißt genau, worauf sich meine Äußerungen richteten: Nicht gegen Polen oder Rußland, sondern gegen den mir widerwärtigen großdeutschen Einheitstaumel. Ich habe geschrieben, daß Deutschland nur scheibchen- oder stückchenweise zu ertragen ist und nicht, daß Deutschland noch größer werden soll und daß Ostgrenzen zu revidieren wären.

Zollverein

VEC-LOTHAR, (vor 6018 Tagen) @ Thomas

Lothar, nun hör doch mal auf, zu phantasieren und unsinnige Unterstellungen zu machen. Mich mit Revanchisten oder Vertriebenenverbänden in einen Topf zu werfen, ist doch wirklich absurd, und das weißt Du auch ganz genau. Ich bin der Letzte, der polnische oder russische Grenzen in Frage stellt. Du weißt genau, worauf sich meine Äußerungen richteten: Nicht gegen Polen oder Rußland, sondern gegen den mir widerwärtigen großdeutschen Einheitstaumel. Ich habe geschrieben, daß Deutschland nur scheibchen- oder stückchenweise zu ertragen ist und nicht, daß Deutschland noch größer werden soll und daß Ostgrenzen zu revidieren wären.

Ich habe hier gar nichts unterstellt und dich auch nicht in irgendwelche Töpfe geworfen. Dein Satz Zitat: "Am besten gefiele mir eine Rückkehr zum nordeutschen Bund oder zum Zollverein." kann man eben so interpretieren, wie ich es getan habe.
Hinterher irgendwelche Ausreden und Ausflüchte zu suchen, ist nicht fair. Zweimal hab ich dir die Chance gegeben, dich noch mit erhobenen Hauptes aus der Affäre zu ziehen. Statt ein paar Worte des Bedauerns, dass gegebenenfalls Vergleiche zu damals nicht gemeint waren, wirfst du mir hier vor, ich würde phantasieren und unsinnige Unterstellungen machen. Beschäftige dich doch mal mit der Geschichte Polens, dann wirst du merken, was ich gemeint hab. Mit Polen meine ich nicht die (deutsche)Vertriebenenpolitik der Vergangenheit, sondern das Land Polen.
Und wenn man dann so ein Satz von dir liest, dass es dir am besten gefiele, den Zollverein wieder zu haben, ersehnst du automatisch die Grenzführung von damals herbei. Ein waschechter Pole würde dir die Faust aufs Auge drücken und ein Politiker, der so ein Satz von sich geben würde, müsste sein Amt niederlegen.
Ist es für dich denn so schwer einfach mal vorher nachzudenken, bevor man die Tasten drückt?

Lothar

Mein Beitrag zu 20 Jahren Mauerfall...

Sandro, (vor 6019 Tagen) @ Kangoomax

"...je grauer die Maus bevor die Mauer fiel
desto mehr entdeckt sie jetzt ihr Nationalgefühl - ich würd mich schämen
denk da lieber nochmal drüber nach..."

Text & Musik: Stefan Stoppok

Gruß Sandro

Mein Beitrag zu 20 Jahren Mauerfall...

VEC-LOTHAR, (vor 6019 Tagen) @ Kangoomax

Hallo Max[image]

Das hast du wunderbar hinbekommen!!!!
Auch auf deutsch-chinesischen Seiten des Internets kann man über den Mauerfall lesen (echt erstaunlich!!!)

Ich selbst war am 9.November 1989 auf dem Rohbau unseres Hauses, als ich im Radio alles live miterlebt hab. An weiteres arbeiten war nicht mehr zu denken...nur noch in Trance das zu Ende gemacht, was man gerade angefangen hatte und dann ab nach Hause und den Fernseher angemacht.
Manchmal wünschte ich mir allerdings, dass einige Ostdeutsche oder in Ostdeutschland lebende mal drüber nachdenken, was sie heute machen würden, wenn die Mauer nicht gefallen wäre...und gerade deshalb sind solche Äußerungen von Thomas nicht gerade förderlich für eine gute Ossi-Wessi-Beziehung, eher das Gegenteil bewirkt es.

Viele Grüße nach Frankreich zum Max, der einen echt guten Beitrag zum 20.Jahrestag einer gefallenen, langen und trennenden Mauer gebracht hat[image]

Lothar

Mein Beitrag zu 20 Jahren Mauerfall...

Nico, (vor 6019 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Manchmal wünschte ich mir allerdings, dass einige Ostdeutsche oder in Ostdeutschland lebende mal drüber nachdenken, was sie heute machen würden, wenn die Mauer nicht gefallen wäre...und gerade deshalb sind solche Äußerungen von Thomas nicht gerade förderlich für eine gute Ossi-Wessi-Beziehung, eher das Gegenteil bewirkt es.


Hallo Lothar,

warum beschränkst Du Dich nur auf die Ostdeutschen? Auch für viele Westdeutsche würde heute einiges anders aussehen. Egal ob positiv oder negativ!
Beide Seiten haben schlechte Erfahrungen mit den "Anderen" gemacht. Teilweis auch aus falschen Vorstellungen heraus.

20 Jahre nach der Wende existiert halt für viele die Mauer immer noch im Kopf ( oder ist es eher das Brett davor? )
Es ist beschämend, dass 20 Jahre nach Mauerfall ein Norddeutscher Radiosender eine Reise nach Ost, bzw. West verschenkt - für Leute die noch nie auf der anderen Seite waren.

Ich bin beruflich viel in Norddeutschland ( Ost und West ) unterwegs und muss feststellen, dass deutlich mehr "ossis" im Westen sind als andersrum. Auch wenn viele "Wessis" es nicht wahr haben wollen, ohne "Ossis" geht im Westen nichts mehr. Frei nach dem Motto: "Wer Ossi sagt, kann Spezialist nicht aussprechen" ;-)

Viele Grüsse
Oliver

Mein Beitrag zu 20 Jahren Mauerfall...

VEC-LOTHAR, (vor 6019 Tagen) @ Nico

Manchmal wünschte ich mir allerdings, dass einige Ostdeutsche oder in Ostdeutschland lebende mal drüber nachdenken, was sie heute machen würden, wenn die Mauer nicht gefallen wäre...und gerade deshalb sind solche Äußerungen von Thomas nicht gerade förderlich für eine gute Ossi-Wessi-Beziehung, eher das Gegenteil bewirkt es.

warum beschränkst Du Dich nur auf die Ostdeutschen? Auch für viele Westdeutsche würde heute einiges anders aussehen. Egal ob positiv oder negativ!
Beide Seiten haben schlechte Erfahrungen mit den "Anderen" gemacht. Teilweis auch aus falschen Vorstellungen heraus.

Hallo Oliver,

meine Aussage bezog sich nur auf Thomas seine Aussage, denn ich finde, Ost-und Westdeutschland haben allen Grund zum Feiern und ohne diesen Mauerfall wäre alles ganz anders...hier im Westen wie auch im Osten.

Natürlich hast du Recht...ohne die Ossis wären wir Wessis nur halb soviel wert!!!

Viele Grüße[image]

Lothar

Grund zum Feiern?

Thomas, (vor 6018 Tagen) @ VEC-LOTHAR

"... Ost-und Westdeutschland haben allen Grund zum Feiern ..."

sagt Lothar.

"Für die jüdische Gemeinschaft ist der 9. November kein Tag für Bierzelte, Bratwurststände und Konzerte, sondern ein Tag der Erinnerung an die Millionen Toten der Shoa, des nationalsozialistischen Holocaust"

sagt Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, am Sonntag gegenüber ddp.

Domino

Peter Franken, (vor 6018 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Habe heute Abend die Nachrichten in Belgien geguckt - aber die Dominosteine sind nicht gefallen.

Die Mauer ist wohl eher in den Köpfen und da wird sie auch noch geraume Zeit haften bleiben.

Ich hatte mir meine Wohnorte jedenfalls nach der Mauer ausgesucht ( Kreutzberg und Neukölln ) weil da kein Durchgangsverkehr war und man mitten in Berlin ruhig schlafen konnte.

Ich habe damals in Berlin ( West ) gearbeitet war aber zum Zeitpunkt der Maueröffnung gerade wieder zurück in Westdeutschland fürs Wochenende und habe die Entwicklung völlig ungläubig erst am Radio und dann am Fernseher - montags war ich wieder zurück in Berlin und alles war anders.

Einheimische ( West Berliner ) haben es so beschrieben: man zieht den Stöpsel aus der Badewanne und alles läuft in die Wohnung.

Damals habe in in Neukölln gewohnt und in Wedding gearbeitet und musste immer einen riesen Umweg nehmen ( mit einem 7.5 Tonner ) und am dem 11. November habe ich dann den direkten Weg zwischen Wedding und Kreutzberg genommen - quer durch Ost-Berlin über die Friedrichsstrasse.

Ich habe noch nie in meinem Leben so fassungslose und untätige Grenzer gesehen - ab dem folgenden Tag habe ich dann beide Richtungen so bewältigt und das ist auch so geblieben.

Vielleicht hat die Tatsache das ich ein holländisches Kennzeichen am LKW hatte mit gespielt aber rausgewunken haben sie niemanden mehr.

Ganz im Gegensatz zu meiner Einreise nach West-Berlin - einige Wochen zuvor: da gab es noch all die Passkontrollen, Zollpapiere und mein Anhhänger war auch nicht abgeschlossen ( 1 Stunde Erklärungsnotstand es hätte sich ja ein ausreisewilliger DDR-Bürger dort verstecken können ).

Kontrollen haben nicht mehr stattgefunden und die Grenzer waren nur noch Statisten in einem Film der schon vorbei war.

Verückte Zeit

grüsse

Domino

ths, (vor 6018 Tagen) @ Peter Franken

Egal ob Groß- oder Kleindeutsche Diskussionen oben geführt wurden.
Ich bin zufrieden mit dem Land, das wir haben. Anno 1988 war ich das erste Mal in Leipzig und es war eine Reise in ein völlig anderes Land. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass 18 Monate später dieses System lautlos zusammenbrechen wird. Den Abend waren wir mit Bekannten in einer Pizzeria. Da lief auf einmal im Fernseher der Besucherstrom. Nach Hause, dann die Nacht vor der Kiste gesessen und völlig ungläubig die Augen gerieben.
Ich war mehrere Male in den "neuen" Bundesländern und werde im kommenden Frühling in den Harz fahren. Auf die Harzer Schamlspurbahn freu ich mich schon. Im Laufe der Zeit hab ich mit Personen aus den "Neuen Ländern" gute und weniger gute Erfahrungen gemacht, genau so wie mit Personen aus den "Gebrauchten Ländern". Da will ich nicht mit Pauschalen um mich werfen. Jeder Mensch ist anders.

Gruß

Thomas

Domino

KST -- (Admin) ⌂, Rethwisch, (vor 6018 Tagen) @ ths

Egal ob Groß- oder Kleindeutsche Diskussionen oben geführt wurden.
Ich bin zufrieden mit dem Land, das wir haben. Anno 1988 war ich das erste Mal in Leipzig und es war eine Reise in ein völlig anderes Land. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass 18 Monate später dieses System lautlos zusammenbrechen wird. Den Abend waren wir mit Bekannten in einer Pizzeria. Da lief auf einmal im Fernseher der Besucherstrom. Nach Hause, dann die Nacht vor der Kiste gesessen und völlig ungläubig die Augen gerieben.
Ich war mehrere Male in den "neuen" Bundesländern und werde im kommenden Frühling in den Harz fahren. Auf die Harzer Schamlspurbahn freu ich mich schon. Im Laufe der Zeit hab ich mit Personen aus den "Neuen Ländern" gute und weniger gute Erfahrungen gemacht, genau so wie mit Personen aus den "Gebrauchten Ländern". Da will ich nicht mit Pauschalen um mich werfen. Jeder Mensch ist anders.

Gruß

Thomas

Dem kann ich ganz gut zu stimmen, außer dass ich '88 nicht in Leipzig war... Wahrscheinlich war ich da die meiste Zeit in meinem ersten Heimatort (war ja auch gerad mal nen Jahr alt) und in den Ferien wahrscheinlich auf Föhr.
Mich sowieso nicht, aber auch meine Familie hat die Mauer nicht sonderlich interessiert, Meine Eltern sind quasi damit aufgewachsen und mein Großvater kennt sowieso verschiedenste Größen Deutschlands. Zu DDR/BRD Zeiten hatten wir nicht viel mit der Mauer/den DDRlern zu tun. Unsere Familien lebten immer schon im Westen, Bremen, Hamburg und das Friesenland. Von der Mauer wohnten wir zwar nicht sooo weit weg, aber sie war auch nicht in Sichtweite.
Ich hab vom Fall der Mauer nichts mit bekommen, ich schätze mal, dass hat mich nahe null interessiert.
Ich bin im Westen aufgewachsen und habe von anfang an überall eine Ost/West trennung kennen gelernt. Ob nun von seiten der Schulen, der Politik oder der Medien, es gab immer Ossis und Wessis.
Die Fahrt von mir zu Haus aus nach Berlin ähnelt der Fahrt nach Dänemark.
Es ist zwar keine Grenze da, aber mit einem mal ändert sich echt viel, wobei wenn ich nach DK fahre sich deutlich weniger ändert als wenn ich richtung Berlin fahre.
Allein die A20 entlang, da stehen etliche Ruinen und leer Gebäude, ich glaube so viele gibt es in ganz Schleswig-Holstein nicht. Auch wenn man dort in älteren Ortschaften unterwegs ist, man sieht, dass das mal ein anderes Land war.
Auch wenn wir ("fast";) die gleiche Sprache sprechen, es gibt tatsächlich so viele Unterschiede und so lange es diese gibt und von ALLEN Stationen (dem Volk, der Medien und am stärksten der Politik) auch festgehalten werden, wird es immer ein Ossi/Wessi geben und der Spruch/Witz:
Ossi zum Wessi: "Wir sind ein Volk."
Wessi zurück: "Wir auch."
wird immer ein Stückchen wahrheit haben...

Als erstes sollte die unterscheidung "Neue Bundesländer, alte Bundesländer" abgeschafft werden. Der Soli ist auch nicht nötig. Dann sollten Gehälter, Mieten, Versicherungen und und und diese Unterscheidung einstellen. Denn so lange es diese Unterscheidungen gibt... ach das schrieb ich ja bereits.

Naja, so denn mach ich hier mal Schluß.

MfG
Kaj

--
[image]

Domino

Nico, (vor 6018 Tagen) @ KST -- (Admin)


Als erstes sollte die unterscheidung "Neue Bundesländer, alte Bundesländer" abgeschafft werden. Der Soli ist auch nicht nötig. Dann sollten Gehälter, Mieten, Versicherungen und und und diese Unterscheidung einstellen. Denn so lange es diese Unterscheidungen gibt... ach das schrieb ich ja bereits.

Hallo Kay,

Du unterscheides nicht nach Menschen, sondern nach leerstehenden Gebäuden?
Freund von mir wohnt im Sauerland. Dies Stadt in der er lebt, ist diejenige mit dem grössten Bevölkerungsschwund in Deutschland. Das ist kein Ost, sondern ein Gesamtdeutsches Problem geworden.

Das mit der Abschaffung der Bezeichnungen finde ich auch.

Allerdings kann ich Dir zum Thema Mieten usw. nicht zustimmen. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, das im Osten alles billiger ist.
Bsp: ein Bekannter ist Facharzt mit eigener Praxis in einer ca. 50.000 Einwohner Stadt nordöstlich von Berlin. Lt. Mietspeigel könnte seine Praxis genausogut in der Innenstadt von Bonn liegen.
Bsp.2: Meine Eltern wohnen in ebendieser Stadt. Günstige Wohnungen kriegts Du nicht, da entweder Neu Saniert (=teuer ) oder uralt am Markt ist.
Bsp.3: durch die nach der Wende notwendigen Sanierungen von Gas, Wasser, Abwasser usw. sind die Kosten dafür extrem hoch. Meine Eltern zahlen für Wasser/Abwasser den Kubikmeter fast das 3fache wie wir hier in Niedersachsen
Man muss dabei bedenken, dass die ganze Infrastruktur i.d.R. erst 19 Jahre alt ist. Was in den andern Bundesländern teilweise über Jahrzehnte gewachsen ist wurde da quasi auf einmal gemacht. Sicher auch zum Verdruss vieler Westdeutscher Gemeinden, bei denen z.B. auch die Wasserleitungen marode sind.
Bsp.4: Lebenshaltungskosten: Ein Einkauf im Supermarkt kostet das gleiche wie überall. Teilweise sind auch die Werbeblätter (z.B. Real ) deutschlandweit gleich.
Bsp: 5 tanken: ich bin 1999 nach Niedersachsen gegangen. Damals bin ich auf Besuchstour zu meinen Eltern mit halber Tankfüllung gefahren, da der Sprit dort ca. 10Pf billiger war. Inzwischen kostet er teilweise mehr. Und das bei einer Entfernung von rund 35km zur polnischen Grenze wo der Sprit deutlich billiger ist. Alles was zwischen Berlin und Oder wohnt fährt nach Polen zum tanken ( das ist allerdings kein Ost-West Problem.

Als Wossi ( geb. Ossi - im Westen leben ) habe ich (wenn auch nur als Schüler ) beide Seiten kennen gelernt. Es war nicht alles Schlecht im Osten und viele Sachen gingen gar nicht. Ebenso im Westen. Allerdings stelle ich fest, das viele Dinge die im Osten gut waren ( z.B. Kindergärten, Schulsystem ) teilweise jetzt wieder als Errungenschafft gefeiert werden und wiederkommen.

Ein positives am Osten ist mir in Erinnerung geblieben: bei Familienfeiern wurde über alles mögliche gesprochen, und wenn es nur der Urlaub an der OStssee war. Heutzutage ist man nach den ersten 30min bei Themen wie Arbeit und Politik.

Viele Grüsse
Oliver

Domino

Rene aus B, (vor 6018 Tagen) @ Nico

meine vollste Zustimmung

Domino

KST -- (Admin) ⌂, Rethwisch, (vor 6018 Tagen) @ Nico

Du unterscheides nicht nach Menschen, sondern nach leerstehenden Gebäuden?
Freund von mir wohnt im Sauerland. Dies Stadt in der er lebt, ist diejenige mit dem grössten Bevölkerungsschwund in Deutschland. Das ist kein Ost, sondern ein Gesamtdeutsches Problem geworden.

Nein, nicht ganz. Ich unterscheide das was ich sehe.

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, das im Osten alles billiger ist.


Das habe ich nie gesagt ;-) und auch nicht gemeint, denn das weiß ich.

@ Rene:
Das mit dem Soli ist mir bekannt, ich finde dennoch, dass diese Zahlung (egal wer sie tätigt) nicht mehr notwendig ist, denn das wofür er mal angeschafft wurde, ist doch eigentlich längst erledigt - sollte zumindest, damit wir eben nicht 2 Länder in 1 sind! Der Soli wurde eingerichtet um die neuen Bundesländer auf zubauen. Hmm... Ich finde das ist eigentlich geschafft, zumindest ist das meiste da drüben gleich, außer die Autobahnen, da gibs glaub ich im Osten nur richtig miese und richtig gute, aber "so noch fahrbare aber eigentlich schon reparaturbedürftige§ Autobahnen sind mir dort nicht bekannt.
Das der Irrglaube mit dem Soli bei einigen...nein bei vielen vorhanden ist, das weiß ich auch und jedes mal wenn ich höre "Wir zahlen den da drüben alles" muss ich nur laut los lachen und kann mir meist den Spruch "Klappe aufreißen aber von nichts ne Ahnung." nicht verkneifen...


Was mir gerade einfällt:
Ich komme patu nicht darauf wo das war, aber ich meine es war bei der Bundeswehr. Da musste ich eine Frage ankreuzen.
"Wo kommen Sie her?"
[]Neue Bundesländer
[]Alte Bundesländer

Ich meine..wozu ist das wichtig? Als ich geboren bin, gab es die DDR und die StaSi doch quasi gar nicht mehr und ich glaube kaum, das die StaSi irgendwo ne Akte über mich hatte, in der drin stand, wo oft ich neue Windeln brauche...
Und auch die etwas älteren, die jetzt noch eingezogen werden, davon hat doch kaum einer was vor der Wende mit bekommen. Vor 5-7 Jahren mag das vielleicht noch ganz kleinwenig interessant gewesen sein...Aber das ist doch längst überholt und wieder son Ding, bei dem einem klar wird, so zusammen sind die Zwei Länder eben doch noch nicht.

MfG
Kaj

--
[image]

Domino

Rene aus B, (vor 6018 Tagen) @ KST -- (Admin)

Als erstes sollte die unterscheidung "Neue Bundesländer, alte Bundesländer" abgeschafft werden. Der Soli ist auch nicht nötig. Dann sollten Gehälter, Mieten, Versicherungen und und und diese Unterscheidung einstellen. Denn so lange es diese Unterscheidungen gibt... ach das schrieb ich ja bereits.

Dem kann ich nur zustimmen.
Ich bin sehr viel in Amberg bzw. Frankfurt/Main unterwegs und komme natürlich auch mit den Handwerkern von dort ins Gespräch: Wenn ich meinen Stundenlohn sage kommt als erstes lautes lachen, als zweites der Satz: Da würde ich nicht aufstehen und als drittes der Satz: Aber bei EUCH ist ja eh alles billiger. Wenn ich dann aber erzähle was in Leipzig die Miete kostet, das Penny die gleichen Preise hat und das der Sprit gerade hier (im Westen) 10 Cent billiger ist als bei uns, kommt der Satz: Und wovon lebt Ihr dann?

Ich jedenfalls finde es eine Sauerei, dass gleiche Arbeit weniger bezahlt wird.

Oder die Diskussion: WIR zahlen für euch den Soli. Da schwillt mir der Kamm. Denn WIR zahlen den Soli genau so.

aber genug. Ich komme mit vielen "Wessi´s" klar, genau so wie mit vielen "Ossi´s" nicht.

Ich weiss nicht was aus mir geworden währe, wenn es heute noch die DDR gäbe. Sicher hätte ich niemals einen Kangoo gefahren oder vielleicht hätte ich auch nie einen Text im Internet schreiben können?

Mir ging es damals (ich war 14) nicht schlecht (normal) aber auch heute gehts mir nicht schlecht (normal).

René und die nichtsozialistische Fine ;-)

Diskurs 1

Kangoomax, (vor 6018 Tagen) @ Kangoomax

Huiuiuiui.... da habe ich aber eine ganz scöne Welle ausgelöst... wobei mich sonst das Politgeschehen nicht sonderlich interessiert. Ich finde es einfach nur gut, dass Deutschland jetzt seit 19 Jahren wieder ein Land ist, wobei es doch immer eine Nation gewesen ist. Anders z.B. in Belgien, wo sich zwei Nationen einen Staat (ein Land) teilen müssen (darüber haben wir in Frankreich in der Schule mal gesprochen). Grundsätzlich ist der Sozialismus ja nichts Verkehrtes und verhindert manch asozialen Auswuchs des Kapitalismus, das ist klar. Aber ich finde es unmöglich, den Bürgern erstens nicht die Wahl zu lassen und zweitens Gealt anzuwenden. Ich kann mir vorstellen, dass nicht wenige DDR-Bewohner glücklich waren, das ist doch gut und die positiven Dinge kann man doch auch ruhig in das gesamte Deutschland einbringen, aber ebenso gerecht finde ich es für unsere Landsleute aus dem Osten, sie von der Gewalt zu befreien und ihnen Freiheit zu geben. Dass das vielleicht nicht zu 100 % mit der 1990er BRD möglich war, steht auf einem anderen Blatt, und ich finde es grundsätzlich anmaßend, andere Systeme außer Kraft zu setzen, nur weil man meint, dass es den Anderen dann besser geht. Man hat bereits in der Kolonialisierung gesehen, wohin das führt. Das kann auch idiotisch sein, außerdem anmaßend, denn man selber hat nicht grundsätzlich auch immer Recht. Trotzdem: die Vorteile überwiegen hoffentlich auch auf Dauer für Alle.

Mir rutscht auch heute noch raus: „da in der DDR“ (also im Osten), passiert, aber ich finde es nicht schlimm; gekränkt dürfte sich dadurch wohl niemand fühlen. Dass man auch noch aufpassen soll, wenn man von Ost- und Westdeutschland spricht, halte ich für maßlos übertrieben. Es handelt sich dabei um rein geographische Bezeichnungen, so gibt es auch heute noch „Ostdeutschland“. Ebenso wie Nord- und Süddeutschland.

Mal ganz davon ab: auch einer Europeanisierung wird man nicht aus dem Weg gehen können. Für ganz viele ist das noch ein hartes Brot, aber die Welt besteht nun mal nicht aus Ländern, die aus dem Weltall angeflogen gekommen sind und sich nebeneinander gesetzt haben; und wo dann jeder seine Mauer hochgezogen hat… Es gibt nun mal nur eine Welt und wir sind alle mehr oder weniger die gleiche Sorte Affe. Ihr wollt von Ländern sprechen? Nationalstolz? Pfff, Länder sind nicht durch sinnvolle Zusammenschließung, sondern in erster Linie durch royale Abgrenzung entstanden. Das ist meins, das auch, das auch, das nicht mehr. Aber letztendlich haben gekrönte Affen sich erstmal was unter den Nagel gerissen. Einfach gesagt: 200 Affen, 200 Länder. Natürlich gab es früher mehr, die sich heute zusammengelegt haben, klar, war nur mal eine Übertreibung, um zu zeigen, dass es dabei in erster Linie nur um Besitz ging. Ein Monsieur Sarkozy regiert zwar vom Volke gewählt (was ich nach wie vor für eine beschämende Angelegenheit halte), aber er regiert ein Land, das mal Königen gehört hat. Die Nation wurde also mal durch Alleinherrscher zusammengesucht. Klar, im Tierleben gibt es immer Clans und Familien, aber die gibt es außerhalb der Staaten ja immer noch. Wäre es –ganz krass gesagt – nicht auch denkbar, dass man – wie es in Europa derzeit auf beeindruckende Weise exerziert wird – alle Grenzen öffnet? Ich weiß, die Frage ist provokant, aber ich möchte auch gar keine ehrliche Antwort darauf haben. Völlig unterschiedliche Mentalitäten würden das zu einem unmöglichen Unterfangen machen. Aber diese sind letztendlich auch aus dem Ursprung verschiedener Affentümer, wenn man von klimabedingten Eigenarten mal absieht (Nord, Süd, Meer, Land).

Diskurs 2

Kangoomax, (vor 6018 Tagen) @ Kangoomax
bearbeitet von Kangoomax,

Ich weiß, die ganze Sache klingt jetzt recht übertrieben und – um Gottes Willen – ich möchte auch keinen Weltstaat, das kann nicht funktionieren. Aber zumindest mental herrscht leider noch bei vielen Menschen eine Verschlossenheit gegenüber anderen Kulturen, die jeder offenen Zollgrenze weit überlegen ist. Schaut man sich mal kolonial-Kulturen an (ich beziehe mich auf Grund meines beschränkten Kenntnisstandes mal auf die französischsprachigen), ist es hochinteressant, zu sehen, wie dort Menschen leben, deren Ursprünge afrikanisch, indisch, asiatisch sind oder in Form von Ureinwohnern vorliegen. Klar haben dort andere Umstände, Gewalt und Sklaverei geherrscht, aber dennoch bildete sich daraus eine Kultur hervor, die heute als Créole einen eigenen Status erreicht hat und man darf um gottes Willen nicht differenzieren, von welcher Oberkultur denn jemand abstammt, Mischung (métissage) hat die Spuren idealistischer Nationalisierung vermischt und somit eine neue Bevölkerung geschaffen, die über ein enormes Spektrum an diversen Musikrichtungen, Sprachen und Kulturen verfügen, ohne einander zu hassen. Einen solchen Status kann man in Europa – wenn auch unter anderen Umständen und in anderer Form – ebenfalls erreichen. Allerdings muss dafür einerseits Humor, in dem man sich auch gegenseitig ein bisschen amüsieren und auch mal einen politisch nicht korrekten Kommentar fallen lassen darf (wenn man nichts mehr sagen darf, was irgendwann mal negativ belastet wurde, zwingt man sich eine Toleranz auf), andererseits von allen Seiten eine gewisse Toleranz vorliegen (undzwar nicht in Gesetzesform, sondern im Geist, und das aus Überzeugung), von denen die Deutschen noch sehr weit entfernt sind. Wer die Schönheit Deutschlands jener der Welt vorzieht, kann sich ja mit seinem Bier und der Leberwurst-Schnitte in den Hobbyraum verziehen und Marschmusik hören…

Mit freundlichen Grüßen

Max

Diskurs 2

ths, (vor 6018 Tagen) @ Kangoomax

Das mit den Unterschieden, wenn man z. B. von Hessen nach Thüringen fährt, ist heute noch sichtbar. Die Häuser sind etwas kleiner und sehen auch irgendwie anders aus, die Felder sind größer. In der Rhön ist das unmittelbar zu erleben. Einige Ruinen von ehemaligen LPG´s stehen rum oder Ruinen alter Fabriken. (An der belgisch französischen Grenze an der Meuse/Maas siehts ähnlich aus mit Fabrikruinen)
1993 bin ich das erste Mal beruflich in Sachsen Anhalt gewesen, da waren die gesehenen und gefühlten Unterschiede noch wesentlich größer. In den Zentren von Leipzig und Dresden sieht es wieder gut aus. 1990 waren wir in Dresden in den letzten Tagen der offiziell noch existierenden DDR. Das war eine andere Stadt, als wir sie vor 2 Jahren gesehen haben. Toll war es, in der Frauenkirche ein Konzert zu erleben.
Außerhalb der Zentren ist viel Zerfall. Im Leipziger Norden sah es vor 5 Jahren noch aus wie vor 50 Jahren. Den Städten und Dörfern macht der Bevölkerungsschwund zu schaffen. Da bietet die Plattenbauweise einen Vorteil. Die Platten gehören wenigen Gesellschaften, mit denen wird man sich über Abriss einig. Das Problem der schrumpfenden Bevölkerung wird in wenigen Jahren auch in den westlich gelegenen Bundesländern richtig ankommen. Einige Großstädte im Ruhrgebiet haben damit schon zu tun. In der Hinsicht ist der "Osten" dem "Westen" voraus.

Gruß

Thomas

Ist schon prima mit der Vereinigung ...

Jens, (vor 6017 Tagen) @ Kangoomax
bearbeitet von Jens,

ein bisschen amüsieren und auch mal einen politisch nicht korrekten Kommentar fallen lassen

Ist schon prima mit der Vereinigung ...

... spart glatt ne Stunde Fahrzeit auf dem Transit Richtung Nord(west)deutschland, und das Autoschieben über die Grenze entfällt auch. Was allerdings etwas nervt, sind die überall gleichen Windräder, kaum dass man aus der Stadt raus ist (Richtung Westen in den Osten). Dafür ist jetzt das Hühnerfrikassee fester, sicher eine positive Auswirkung der allgemeinen Energieeinsparung, heute rutscht hier das Fleisch nicht mehr einfach so, faseriggekocht, von den Knochen, ist aber auch seltener geworden. Wer isst heute noch Hausmannskost zu seinem Latte macchiato?

Voll daneben gegangen, ...
... oder leider eben nicht, ist allerdings die Umfahrung des Brandenburger Tores. Warum muss man die gleichen Gebäude wieder so knirsch an’s Tor bauen, dass kein Durchkommen ist? Die waren auch im Original schon absolut daneben. Vor allem seit die Briten auch noch die Wilhelmstraße als eine Art Glacis besetzt haben, während des Irakkrieges,
eine einzige Katastrophe. Also weiter, an dem popeligen Holocaustdenkmal vorbei, viel zu klein geraten, ständig grinst dich durch die Sichtachsen das DB-Logo an, oder irgendwelche Souvenirpommesbuden, schrecklich ...

Zum Glück sind die Linden heute frei, ...
... heute mal kein Marathon, keine Partymeile, kein 14.Juli vor der frz. Botschaft, keine Riesen, die Amis sind noch nicht auf die Idee gekommen Thanksgiving auf dem Pariser Platz zu feiern,kein KangooTreffen, kein Publicsonstwas, der Abbau der rituellen Dominos ist erledigt, aber sehr bald geht es wieder los mit dem Aufbau...
der Weihnachtsdeko. Vorwärts, vorbei Palast, Richtung gefühltem Osten. Hoffentlich erlebe ich das Schloss nicht mehr, zum Glück lässt die Sehkraft schon ein wenig nach.
Wie schafft Angie es bloß, ihren Einkaufswagen über das schummrig beleuchtete, holprige Pflaster vor der Museumsinsel nach Hause zu zerren? Seit Jahren Baustelle, aber irgendwie ist vergessen worden, die paar Gehwegplatten zu richten. Sicher so eine Art Inge Meysel Syndrom, wollte auch nie, dass der Deich hinter ihrem Haus erhöht wird. Was mach ich hier eigentlich? Nirgends kann man links abbiegen, und wenn, dann musste zusehen, dass du nicht von der Straßenbahn gerammt wirst. Und das alles wegen dem einzigen Laden der Stadt, der Hemden verkauft, aus Hawaii ...

Glaubt wirklich jemand Union würde bei einem Aufstieg das Olympiastadion auch nur geschenkt nehmen, wenn Herta absteigt?
Wo ich mich schon fast mit dem besten Freund am Kachelofen oder Allesbrenner in die Wolle gekriegt habe, über die Frage ob der Volkspark zu Schöneberg oder Wilmersdorf gehört, damals als Neuberliner in der Feinstaubzone?

Soll ich den Kram jetzt auch noch sorgfältig verlinken? Quatsch, liest ja doch keiner,
für die Anderen ... schaut’s euch selber an, aber nicht stolpern.

Gruß
Jens

[image] [image]

RSS-Feed dieser Diskussion