Re: Wegfahrsperre (TTT-Technik, Tipps und Tricks)
Als Antwort auf: Re: Wegfahrsperre von Dr. Frank am 16. Juli 2003 18:08:40:
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Hallo Horst,
ich merke , es wird endlich Zeit, den Plip-Basteltip endlich fertig zu schreiben...
Also, die WFS funktioniert über die große Ferrit-Antenne mit den vielen Kupferwindungen drauf, sowie einem Keramikkondensator.
Diese beiden parallel geschalteten Bauteile bilden einen Schwingkreis, der auf 125kHz abgestimmt ist. Die Antenne besitzt eine Induktivität von 900µH, der Kondensator beträgt 1,8nF, die Güte liegt so um die 20...30.
Die Resonanzkurve ist relativ breit; ein Trimmen des Kerkos bringt nichts.
Die Spule im Zündschloß erzeugt ein Wechselfeld von 125kHz, womit durch die Resonanzüberhöhung der Schlüssel mit Strom versorgt wird (über Gleichrichtung im IC) und zugleich erfolgt die Datenübertragung in beiden Richtungen über eine Modulierung der Trägerfrequenz.
Das Problem, was wir hatten, und was Du und PerterNev offensichtlich ebenfalls habt, daß der Resonanzkreis defekt oder wackelig ist.
Wenn die Ferritantenne nicht richtig (dh. mittig auf den Pads) bestückt wurde, macht sie nach einiger Zeit keinen Kontakt mehr, wodurch der Resonanzkreis nicht mehr funktioniert, und das IC nicht mehr mit Strom versorgt wird.
Drückt man den ZV-Knopf am Schlüssel, so erhält das IC über die Batterie im Schlüssel den notwendigen Strom, und die Kommunikation kann trotz defektem Schwingkreis dennoch aufgebaut werden. (Funzte bei Peter ebenfalls).
Der Schlüssel ging bei uns ebenfalls in Etappen kaputt, mal ging er, mal nicht, bis gar nichts mehr funzte.. die schlechte Lötstelle ist also mit der Zeit kaputtgegangen (Zeit, Temperatur, Stöße, Vibrationen).
Wenn man weiß, wie die Spule aufgebaut ist, kann man mit etwas Glück und Geschick und vor allen Dingen mit einer SEHR feinen Lötspitze (Wella, Micropencil) die Lötung nachbessern. Leider läßt sich die Antenne nicht ablöten, da sie mit 4 Klebepunkten fixiert ist. Achtung: Gefahr der Zerstörung des Bauteils!!Ach ja, denkbar ist auch ein Bruch oder Anbruch des Ferritkerns, nämlich durch einen Stoß / Fall, oder durch zu starkes Drücken des ZV-Knopfes.
Bei Bedarf kann ich Fotos schicken.
Frank
Danke Danke Danke :) Ich habe einfach mal nachgemessen und siehe da im 200Ohm Messberecih war unendlich angezeit worden wenn ich auf der Platine paralell zur Spule nachgemssen habe.
Nach dem Löten warens so um die 29 Ohm. Mir kommen 29 Ohm zwar immer noch recht viel vor aber villeicht verschätze ich mich da ja.
Und auf alle Fälle spielen 29 Ohm keine Rolle mehr.
Die Kapazitätsanpassungsversuche habe damit erst mal gelassen Du meinst ja auch das der Bereich ohnehin recht breit ist.
Das Problem: Heute hatte der Schlüssel auch vor der Reperatur wieder funktioniert, ich kann also schlecht sagen ob es ein Erfolg war. Das wird sich erst die nächsten Tage/Wochen zeigen.
Die drück den Knopf Methode beim Zünden funktionierte bei uns übrigens auch.
Für den Fall das die Spule mal den Geist ganz aufgibt bestelle ich mir mal vorsorglich eine Spule mit ca. 900µH hoffentlich kann man die verwenden wenn die nicht als Antenne gebaut sind. Meinst Du eine "SMCC 1,0m" aus dem Reicheltkatalog (www.reichelt.de) ist geignet ?
(Die Kapazität könnte man dann ja etwas verkleinern.)
Hat jemand noch einen kaputten Schlüssel wo man das einmal ausprobieren könnte ?
Gruss
Horst
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