KangooLogo
Aktuelles / News ] [ Forum ] [ Wiki ] [ Galerie ] Kleinanzeigen ]
Impressum ] [  Hilfe und Infos  ]


Wegfahrsperre (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

Horst, (vor 7933 Tagen)


x1/19291.htm
Hallo,
inzwischen ist es so weit bei unserem Kangoo (10/98) das der Hauptschlüssel es nicht mehr immer schafft die Wegfahrsperre zu entsperren.
Eine ganze Zeit hatte es geholfen alle Handys weit weg zu werfen. Inzwischen ist der Schlüssel wohl einfach zu schwach.
Da habe ich eine Frage an Dr. Frank.:
Hast Du schon probiert den Kondensator der paralell zur Spule geschaltet ist leicht zu modifizieren damit die Resonanzfreqeunz besser passt.
Ich vermute einfach mal das die sich im laufe der Zeit ändert weil die Spule sich leicht verändert oder eben der Kondensator, das würde auch dazu passen dass wenns wärmer ist das Problem grösser ist.
Bzw weisst Du wie gross die Induktivität und die Kapazität bzw die Resonanzfrequenz ist ?


Gruss

Horst

x1/19291.htm

Re: Wegfahrsperre

Dr. Frank, (vor 7933 Tagen) @ Horst


Als Antwort auf: Wegfahrsperre von Horst am 16. Juli 2003 12:47:

x1/19333.htm
Hallo Horst,

ich merke , es wird endlich Zeit, den Plip-Basteltip endlich fertig zu schreiben...

Also, die WFS funktioniert über die große Ferrit-Antenne mit den vielen Kupferwindungen drauf, sowie einem Keramikkondensator.

Diese beiden parallel geschalteten Bauteile bilden einen Schwingkreis, der auf 125kHz abgestimmt ist. Die Antenne besitzt eine Induktivität von 900µH, der Kondensator beträgt 1,8nF, die Güte liegt so um die 20...30.

Die Resonanzkurve ist relativ breit; ein Trimmen des Kerkos bringt nichts.

Die Spule im Zündschloß erzeugt ein Wechselfeld von 125kHz, womit durch die Resonanzüberhöhung der Schlüssel mit Strom versorgt wird (über Gleichrichtung im IC) und zugleich erfolgt die Datenübertragung in beiden Richtungen über eine Modulierung der Trägerfrequenz.

Das Problem, was wir hatten, und was Du und PerterNev offensichtlich ebenfalls habt, daß der Resonanzkreis defekt oder wackelig ist.

Wenn die Ferritantenne nicht richtig (dh. mittig auf den Pads) bestückt wurde, macht sie nach einiger Zeit keinen Kontakt mehr, wodurch der Resonanzkreis nicht mehr funktioniert, und das IC nicht mehr mit Strom versorgt wird.

Drückt man den ZV-Knopf am Schlüssel, so erhält das IC über die Batterie im Schlüssel den notwendigen Strom, und die Kommunikation kann trotz defektem Schwingkreis dennoch aufgebaut werden. (Funzte bei Peter ebenfalls).

Der Schlüssel ging bei uns ebenfalls in Etappen kaputt, mal ging er, mal nicht, bis gar nichts mehr funzte.. die schlechte Lötstelle ist also mit der Zeit kaputtgegangen (Zeit, Temperatur, Stöße, Vibrationen).

Wenn man weiß, wie die Spule aufgebaut ist, kann man mit etwas Glück und Geschick und vor allen Dingen mit einer SEHR feinen Lötspitze (Wella, Micropencil) die Lötung nachbessern. Leider läßt sich die Antenne nicht ablöten, da sie mit 4 Klebepunkten fixiert ist. Achtung: Gefahr der Zerstörung des Bauteils!!


Ach ja, denkbar ist auch ein Bruch oder Anbruch des Ferritkerns, nämlich durch einen Stoß / Fall, oder durch zu starkes Drücken des ZV-Knopfes.

Bei Bedarf kann ich Fotos schicken.
Frank

x1/19333.htm

Re: Wegfahrsperre

Horst, (vor 7932 Tagen) @ Dr. Frank


Als Antwort auf: Re: Wegfahrsperre von Dr. Frank am 16. Juli 2003 18:08:40:

x1/19377.htm

Hallo Horst,
ich merke , es wird endlich Zeit, den Plip-Basteltip endlich fertig zu schreiben...
Also, die WFS funktioniert über die große Ferrit-Antenne mit den vielen Kupferwindungen drauf, sowie einem Keramikkondensator.
Diese beiden parallel geschalteten Bauteile bilden einen Schwingkreis, der auf 125kHz abgestimmt ist. Die Antenne besitzt eine Induktivität von 900µH, der Kondensator beträgt 1,8nF, die Güte liegt so um die 20...30.
Die Resonanzkurve ist relativ breit; ein Trimmen des Kerkos bringt nichts.
Die Spule im Zündschloß erzeugt ein Wechselfeld von 125kHz, womit durch die Resonanzüberhöhung der Schlüssel mit Strom versorgt wird (über Gleichrichtung im IC) und zugleich erfolgt die Datenübertragung in beiden Richtungen über eine Modulierung der Trägerfrequenz.
Das Problem, was wir hatten, und was Du und PerterNev offensichtlich ebenfalls habt, daß der Resonanzkreis defekt oder wackelig ist.
Wenn die Ferritantenne nicht richtig (dh. mittig auf den Pads) bestückt wurde, macht sie nach einiger Zeit keinen Kontakt mehr, wodurch der Resonanzkreis nicht mehr funktioniert, und das IC nicht mehr mit Strom versorgt wird.
Drückt man den ZV-Knopf am Schlüssel, so erhält das IC über die Batterie im Schlüssel den notwendigen Strom, und die Kommunikation kann trotz defektem Schwingkreis dennoch aufgebaut werden. (Funzte bei Peter ebenfalls).
Der Schlüssel ging bei uns ebenfalls in Etappen kaputt, mal ging er, mal nicht, bis gar nichts mehr funzte.. die schlechte Lötstelle ist also mit der Zeit kaputtgegangen (Zeit, Temperatur, Stöße, Vibrationen).
Wenn man weiß, wie die Spule aufgebaut ist, kann man mit etwas Glück und Geschick und vor allen Dingen mit einer SEHR feinen Lötspitze (Wella, Micropencil) die Lötung nachbessern. Leider läßt sich die Antenne nicht ablöten, da sie mit 4 Klebepunkten fixiert ist. Achtung: Gefahr der Zerstörung des Bauteils!!

Ach ja, denkbar ist auch ein Bruch oder Anbruch des Ferritkerns, nämlich durch einen Stoß / Fall, oder durch zu starkes Drücken des ZV-Knopfes.
Bei Bedarf kann ich Fotos schicken.
Frank

Danke Danke Danke :) Ich habe einfach mal nachgemessen und siehe da im 200Ohm Messberecih war unendlich angezeit worden wenn ich auf der Platine paralell zur Spule nachgemssen habe.
Nach dem Löten warens so um die 29 Ohm. Mir kommen 29 Ohm zwar immer noch recht viel vor aber villeicht verschätze ich mich da ja.
Und auf alle Fälle spielen 29 Ohm keine Rolle mehr.

Die Kapazitätsanpassungsversuche habe damit erst mal gelassen Du meinst ja auch das der Bereich ohnehin recht breit ist.

Das Problem: Heute hatte der Schlüssel auch vor der Reperatur wieder funktioniert, ich kann also schlecht sagen ob es ein Erfolg war. Das wird sich erst die nächsten Tage/Wochen zeigen.

Die drück den Knopf Methode beim Zünden funktionierte bei uns übrigens auch.

Für den Fall das die Spule mal den Geist ganz aufgibt bestelle ich mir mal vorsorglich eine Spule mit ca. 900µH hoffentlich kann man die verwenden wenn die nicht als Antenne gebaut sind. Meinst Du eine "SMCC 1,0m" aus dem Reicheltkatalog (www.reichelt.de) ist geignet ?
(Die Kapazität könnte man dann ja etwas verkleinern.)

Hat jemand noch einen kaputten Schlüssel wo man das einmal ausprobieren könnte ?


Gruss

Horst

x1/19377.htm

Re: Wegfahrsperre

Dr. Frank, (vor 7932 Tagen) @ Horst


Als Antwort auf: Re: Wegfahrsperre von Horst am 17. Juli 2003 11:42:

x1/19381.htm
Hallo Horst,

Super Idee von Dir, ein Ohmtest müßte eigentlich auch reichen..

Bei unserem reparierten Schlüssel sinds exakt 29,07 Ohm, parallel zum Kondensator gemessen, da gehts besser und sicherer..

Bei Reichel? Weiß nicht..Problem dürften vornehmlich die Abmaße sein, und ggf. das Ferrit. Muß halt als Antenne wirken.

Löten-aber richtig- dürfte reichen, ich stell grade ein paar Fotos für PeterNev zusammen, wie gesagt, kann ich Dir auch senden..

Gruß Frank
x1/19381.htm

Re: Wegfahrsperre

Horst, (vor 7931 Tagen) @ Dr. Frank


Als Antwort auf: Re: Wegfahrsperre von Dr. Frank am 17. Juli 2003 21:08:12:

x1/19398.htm

Hallo Horst,
Super Idee von Dir, ein Ohmtest müßte eigentlich auch reichen..
Bei unserem reparierten Schlüssel sinds exakt 29,07 Ohm, parallel zum Kondensator gemessen, da gehts besser und sicherer..
Bei Reichel? Weiß nicht..Problem dürften vornehmlich die Abmaße sein, und ggf. das Ferrit. Muß halt als Antenne wirken.
Löten-aber richtig- dürfte reichen, ich stell grade ein paar Fotos für PeterNev zusammen, wie gesagt, kann ich Dir auch senden..
Gruß Frank

Hallo Frank,

ja ich stelle mir gerade ein Gespäch beim Renault Händler vor:
Kunde: Mein Schlüssel funktioniert nicht die Wegfahrsperre bockt.
Händler: Da müssen wir den Ohmschen Test aus dem MyKnagoo Forum machen einen Moment bitte.

Die Fotos brauche ich jetzt nicht mehr ist ja jetzt alles soweit klar.
Aber villeicht kann die Martin Gensch ja in die FAQ einstellen das wäre dann wirklich hilfreich für Kangooraner die zukünftig das Problem haben.

Und wenn das bei Dir auch 29,XX Ohm sind dann ist mein Schlüssel wohl wieder ok,
mir ist das auf den ersten Blick einfach noch zu viel vorgekommen, aber die Spulen bei Reichelt haben auch Widerstände in dieser Grössenordnung.
(Laut Katalog)

Gruss
Horst

PS: Gemessen habe ich auch am Kondensator :))


x1/19398.htm

Re: Wegfahrsperre

Dr. Frank, (vor 7931 Tagen) @ Horst


Als Antwort auf: Re: Wegfahrsperre von Horst am 18. Juli 2003 16:07:

x1/19402.htm
Hallo Horst,
das Löten war nicht ganz einfach, erst im zweiten Anlauf, als ich wußte, wo die Lötfläche bei der Spule angebracht sind (unten, innen) habe ich die Lötung offensichtlich zuverlässig hingebracht. Außen Löten bringt evtl. nur einen Etappensieg...

OK, die Händler sind mE völlig überfordert mit der ganzen Elektronik, mal davon abgesehen, daß kein Autohersteller es gerne sehen würde, wenn Elektroniker in den Werkstätten das lukrative Ersatzteilgeschäft unterlaufen würden.

Dennoch wünsche ich mir, daß die Werkstätten mit einem Ohmmeter besser umgehen könnten.

Bei unserem alten Peugi Diesel waren 3 / 4 Glühkerzen kaputt, sehr einfach durch ein Ohmmessung herauszufinden. Der Fuzzi hat uns damals das halbe Auto auseinander gebaut. Bosch-Handbuch gekauft, und seither bastel ich selber!

Frank
x1/19402.htm

RSS-Feed dieser Diskussion